Bio Onlineshop - Bio Produkte bei Natur.com kaufen   

Bio-Siegel

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen Informationen über das EU-Bio-Siegel und die wichtigsten Siegel deutscher und internationaler Bio-Anbauverbände.

Bitte wählen Sie eines der folgenden Bio-Siegel aus, um Informationen darüber zu erhalten:


EU-Bio

EU-Bio: EU-weit geltende gesetzliche Standards für Bio-Produkte

F

rüher bedeuteten die Begriffe Bio und Öko lediglich, dass ein Produkt natürlich hergestellt wurde. Doch was für den einen Bauer naturnah hieß, war dem anderen schon zu künstlich. Daher hat die Europäische Gemeinschaft strenge und umfassende Vorschriften entwickelt, die für sämtliche in der EU erzeugten Bio-Produkte gelten.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Getreu diesem Motto führen unabhängige Kontrollstellen regelmäßige Kontrollen sowie unangemeldete Stichprobenkontrollen bei allen Bio-Betrieben durch. Die Kennzeichnung aller Bio-Produkte mit der Nummer der zuständigen Kontrollstelle sorgt für Transparenz und eine besonders hohe Sicherheit beim Kauf von Bio-Produkten.

Nach der EG-Öko-Verordnung hergestellte Lebensmittel werden nach möglichst naturschonenden Produktionsmethoden mit besonderer Rücksicht auf den Umweltschutz erzeugt. Die Bio-Landwirtschaft verzichtet im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft auf Monokulturen, die Böden einseitig auslaugen, und auf die Verwendung von Kunstdüngern sowie auf den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel wie Fungizide, Herbizide und Insektizide. Da die langfristigen Folgen und möglichen Schäden durch genetisch veränderte Erzeugnisse nicht ausreichend erforscht sind, werden diese im Bio-Landbau nicht verwendet. Stattdessen pflanzen Bio-Landwirte vorwiegend bewährte und robuste Sorten an und verwenden ökologische Verfahren zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung - das Ergebnis sind Bio-Gemüse und Bio-Obst in bester Qualität, wie Sie es in unserem Sortiment entdecken können. Dazu zählt insbesondere das Anlegen sogenannter Grüngürtel zwischen den Anbauflächen, in denen sich Nützlinge wie Marienkäfer, Singvögel und Bienen wohlfühlen.

Zu den wichtigsten Richtlinien der EG-Öko-Verordnung zählen etwa:

  • Verwendung von mindestens 95 Prozent landwirtschaftlich erzeugter Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau
  • Ausschluss gentechnisch veränderter Organismen
  • Verbot der Behandlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen
  • kein Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel
  • Verbot der Ausbringung von Klärschlamm
  • keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel
  • Verzicht auf Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe
  • abwechslungsreiche Fruchtfolgen (Zwei-, Drei- und Vierfelderwirtschaft)

A

uch für die ökologische Tierhaltung existieren umfangreiche und strenge Vorschriften, die eine artgerechte Haltung der tierischen Hofbewohner sicherstellen. Bio-Tiere sollen ihre arttypischen Verhaltensweisen beibehalten und sich rundum wohlfühlen: Kühe dürfen auf der Weide genüsslich frisches Gras kauen, Schweine nach Herzenslust ihren Wühltrieb ausleben und Schafe und Ziegen herumlaufen und toben.

Die EG-Öko-Verordnung definiert unter anderem folgende Kriterien für aktiven Tierschutz:

  • Unterkünfte in genügender Größe, ausreichende Belüftung und Helligkeit
  • Gewährleistung der Bewegungsfreiheit der Tiere und Respekt vor den natürlichen Aktiv- und Ruhephasen
  • Ernährung der Tiere ausschließlich mit Bio-Futtermitteln, keine Beimischung von Tierproteinen
  • Bevorzugung widerstandsfähiger und einheimischer Tierrassen
  • Behandlung der Tiere im Krankheitsfall vorzugsweise mit pflanzlichen bzw. homöopathischen Mitteln und Spurenelementen, nur bei schweren Krankheiten streng geregelte Verwendung anderer Arzneimittel
  • kein Einsatz von Antibiotika zu Vorbeugungszwecken
  • Verzicht auf wachstumsfördernde und ertragssteigernde Mittel
  • Verbot von gentechnischen Veränderungen
  • starke Reglementierung bei Futtermittelzukäufen

Bioland

Bioland: ökologische Erzeugung vom Acker bis zum fertigen Produkt

B

ioland ist der mitgliederstärkste Verband für Bio-Landbau in Deutschland und Südtirol. Er nimmt fast ausschließlich Betriebe aus Deutschland und Südtirol auf und ist damit der regionalste der großen Bio-Verbände. Knapp 9.000 Bio-Betriebe aus der Landwirtschaft, der Imkerei sowie dem Weinbau und 1.300 Betriebe aus der Verarbeitung, dem Handel und der Gastronomie gehören der Wertegemeinschaft an. Sie alle arbeiten nach den strengen Verbands-Richtlinien. Diese gehen über die gesetzlich vorgeschriebenen Kriterien für das EU-Bio-Siegel hinaus. Bioland steht für eine transparente Herkunft der Rohstoffe und Lebensmittel sowie für regionale Lieferketten. Das Ziel des Verbands: Bio für alle möglich machen und durch eine verantwortungsvolle Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft unsere Lebensgrundlagen schützen.

Bioland-Höfe sind Bauernhöfe fast so wie aus dem Bilderbuch: Zu den Bioland-Richtlinien zählen unter anderem eine sorgsame Sortenauswahl, abwechslungsreiche Fruchtfolgen, die Verwendung von Kräuterextrakten zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit und die Unterstützung von Nützlingen. Ähnlich wie Demeter-zertifizierte Betriebe streben auch Bioland-Bauern nach möglichst geschlossenen Stoffkreisläufen, die ganz ohne Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommen.

Bioland-Bäuerinnen und -Bauern arbeiten auf Grundlage der EU-Öko-Verordnung und der darüber hinaus gehenden Bioland-Richtlinien. Das bringt viele positive Effekte mit sich, zum Beispiel:


Schutz unserer Umwelt:

Fruchtbare Böden sind die Basis von wertvollen Lebensmitteln. Bioland-Betriebe verzichten auf synthetische Stickstoffdünger und setzen auf natürliche Nährstoffkreisläufe, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen:

  • Anbau in weiten Fruchtfolgen: Vielfältige Kulturen wachsen im regelmäßigen Wechsel auf dem Feld. Damit der Boden nicht auslaugt, werden verschiedene Pflanzen angebaut, die auf natürliche Weise die Fruchtbarkeit erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel Kleegras oder Hülsenfrüchte. Diese dienen dann wiederum als Futter für die Tiere.
  • Schutz von Luft und Wasser durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Stickstoffdünger, Pestizide und Hormone.
  • Da Bioland-Betriebe auf chemisch-synthetische Dünger verzichten, entfällt deren energie- und rohstoffintensive Herstellung.


Schutz der Artenvielfalt:
Die biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern ist Teil der Bioland-Richtlinien. Diese sind in ihrem Umfang einzigartig unter den Bio-Verbänden. Jeder Betrieb muss individuelle Maßnahmen zur Biodiversität umsetzen, beispielsweise Lebensräume für Wildtiere und Insekten erhalten oder bedrohte Pflanzensorten anbauen.


kurze Transportwege & Regionalität:
Während die anderen großen Bio-Verbände auch international unterwegs sind, gibt es Bioland-Höfe fast ausschließlich in Deutschland und Südtirol. Das heißt: alle Produkte mit Bioland-Logo sind hier angebaut. Das gilt auch für das Bio-Futter der Tiere: es kommt nicht aus Übersee oder aus Regenwaldgebieten, sondern ist Teil eines möglichst regionalen und geschlossenen Nährstoffkreislaufs. Das spart Ressourcen und schützt die Umwelt.


artgerechte Tierhaltung:
Bioland setzt sich für das möglichst artgerechte Leben von Tieren ein. Frische Luft, viel Bewegungsfreiheit und gutes Bio-Futter. Doch nicht nur für die großen Nutztiere übernehmen die Bäuerinnen und Bauern Verantwortung, auch für die kleinsten unter ihnen: von Regenwurm bis Feldhase und von Biene bis Rebhuhn.

Laut einer Studie von Edelman und TheConsumerView empfanden 78 Prozent der Befragten das Bioland-Siegel als glaubwürdig. (Quellen: Statista, Edelman, TheConsumerView)

Produkte mit Bioland-Siegel anzeigen

Demeter

Demeter: bäuerlich-handwerkliche Produktion nach biologisch-dynamischer Kreislaufwirtschaft

D

ass der 1928 gegründete Verband den Namen der Fruchtbarkeitsgöttin aus der griechischen Mythologie trägt, ist kein Zufall: Durch das Zusammenwirken verschiedenster biologisch-dynamischer Anbaumethoden entstehen besonders fruchtbare Böden und ein harmonisches Miteinander von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Demeter-Bauern begreifen ihren Hof als lebendigen Organismus und verstehen sich selbst als Teil der Natur. Alle Kreisläufe auf Demeter-Höfen sind geprägt von tiefem Respekt vor natürlichen Lebens- und Wachstumsprozessen sowie vor der Lebendigkeit von Böden, Pflanzen und Tieren. Daraus entstehen wertvolle und verführerisch leckere Lebensmittel mit ganz besonderem Charakter.

Etwas Besonderes ist auch an Demeter-Kühen dran: Diese friedlichen Hofbewohner dürfen in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ihre imposanten Hörner tragen und werden nicht wie sonst üblich schmerzhaft enthornt. Die vollwertige Milch von Demeter-Kühen wird nicht homogenisiert und selbst von Allergikern oft sehr gut vertragen.

Etwa 1.500 Landwirte wirtschaften allein in Deutschland nach den Demeter-Richtlinien, weltweit produzieren über 3.500 Betriebe in 35 Ländern nach den strengen Vorschriften des ältesten Bio-Anbauverbands. Kontinuierliche EG-Bio-Kontrollen und zusätzliche Verbandskontrollen in jedem Betrieb sorgen für ein Maximum an Transparenz und Sicherheit.

Die ganzheitlich geprägten Demeter-Ansprüche gehen beispielsweise in folgenden Punkten über die EG-Bio-Verordnung weit hinaus:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • aktive Förderung der Bodenfruchtbarkeit durch biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
  • Einsatz biologisch-dynamischer Präparate zur Stärkung von Pflanzen und Böden
  • biologisch-dynamische Saatgutzüchtung auf eigenem Hof, teilweise Weiterzüchtung Jahrtausende alter Kulturpflanzen
  • art- und wesensgerechte Tierhaltung, Fütterung der Tiere überwiegend mit Futter vom eigenen Hof
  • strikte Begrenzung von Zusatzstoffen auf absolut notwendige und unbedenkliche Stoffe
  • Verbot "natürlicher Aromen", stattdessen Aromatisierung durch reine ätherische Öle
  • Nitritpökelsalz, Enzyme und Jodzusätze sind nicht erlaubt

Produkte mit Demeter-Siegel anzeigen

Naturland

Naturland: Nachhaltigkeits-Richtlinien für Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Textilien

D

er gemeinnützige Naturland-Verband wurde 1982 in Gräfelfing bei München gegründet und bildet heute eine der bedeutendsten Förderorganisationen des ökologischen Landbaus mit über 53.000 Mitgliedern. Naturland vereint zahlreiche deutsche Betriebe, aber auch viele Betriebe aus Afrika, Indien sowie Mittel- und Südamerika unter einem Dach. Ob es sich um einen peruanischen Kaffeebauern oder um einen Milchviehbauern im Allgäu handelt - die Einhaltung der besonders strengen Naturland-Richtlinien wird weltweit durch unabhängige, staatlich anerkannte Kontrollstellen überprüft und durch unangemeldete Kontrollbesuche sichergestellt.

In einer Art "Öko-Parlament", in das alle Mitgliedsbauern stimmberechtigte Repräsentanten entsenden, entwickelt Naturland natürliche Anbaumethoden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Neben typischen landwirtschaftlichen Bio-Erzeugnissen blickt Naturland weit über den Tellerrand hinaus und erbringt in vielen Bereichen Pionierleistungen: Naturland-Betriebe produzieren erlesene Fische und Meeresfrüchte aus tiefblauen Gewässern, erzeugen Hölzer nach ökologischen Waldnutzungs-Richtlinien zum Schutze der Urwälder und nähen stilvolle Öko-Textilien.

Daneben liegt Naturland vor allem auch die Einhaltung weitreichender Sozialstandards am Herzen. Der Verband definiert seit 2009 für alle Naturland-Mitglieder geltende Fair-Richtlinien, die eine langfristige und respektvolle Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern sicherstellen. Darin geregelt werden eine gerechte Entlohnung, umfassende Menschenrechte, vertrauensvolle Kooperationen der Handelspartner und umfangreiche Investitionen in Arbeitsplätze, Sozial-, Kultur-, Umwelt-, Gesundheits- und Bildungsprojekte.

Ebenso wie andere Öko-Anbauverbände definiert auch Naturland zahlreiche Regelungen, die deutlich über die Vorschriften der EG-Bio-Verordnung hinausgehen:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • natürliche Bodenverbesserung durch vorgeschriebenen Anbau von Leguminosen
  • Düngemittel aus Blut-, Fleisch- und Knochenmehlen sind verboten
  • Futtermittel müssen zu mindestens 50 Prozent vom eigenen Hof stammen
  • ausschließlicher Einsatz von biologisch erzeugtem Substrat für den Pilzanbau

Produkte mit Naturland-Siegel anzeigen

Fairtrade

Fairtrade: Siegel für fair gehandelte Produkte

D

er gemeinnützige Verein TransFair startete 1992 seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Entwicklungsländern zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien erhalten durch Fairtrade-Standards, die unter anderem eine Fairtrade-Prämie vorschreiben, die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener Kraft zu stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Fairtrade-zertifizierte Bauern-Kooperativen erhalten für ihre Produkte ein stabiles Einkommen, werden wahrgenommen und treffen selbstbestimmte Entscheidungen. Angestellte auf Plantagen profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahltem Urlaub und sozialer Vorsorge.

Die Fairtrade-Richtlinien definieren etwa folgende für eine Zertifizierung erforderliche Kriterien:

  • Förderung, Existenzsicherung und gerechte Erlöse für Kleinbauern und Arbeiter in den Erzeugerländern
  • Zahlung von Mindestpreisen über dem Weltmarktniveau
  • Zahlung von Prämien an die Erzeugerbetriebe für Bildungs-, Gesundheits- und Infrastrukturprojekte
  • langfristige Handelsbeziehungen
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Vorfinanzierung
  • Einhaltung der international geltenden Arbeitsschutzregeln

Im Jahr 2010 lag der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland bei 340 Millionen Euro. (Quellen: Statista, TransFair)

Produkte mit Fairtrade-Siegel anzeigen

HAND IN HAND

HAND IN HAND: Projekt des Naturkost-Herstellers Rapunzel zur Förderung des Fairen Handels

D

as 1987 ins Leben gerufene HAND IN HAND-Partnerprogramm von Rapunzel verknüpft die Idee des biologischen Landbaus mit der des Fairen Handels. Die von Rapunzel garantierten langfristigen Lieferbeziehungen bieten Partnern in Entwicklungsländern vielfältige Zukunftschancen und deutschen Kunden Bio-Produkte in herausragender Qualität.

Ob sorgfältig von Hand verlesene Kaffeebohnen aus der Dominikanischen Republik, wild wachsende Paranüsse aus dem bolivianischen Regenwald, sonnengereifte und schonend getrocknete Mangos aus Burkina Faso oder aromatischer Sesam aus dem mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichneten ägyptischen SEKEM-Projekt - bei Natur.com finden Sie über 40 wunderbare Kostbarkeiten aus HAND IN HAND-Kooperativen.

Rapunzel unterstützt zahlreiche Kleinbauern-Kooperativen und -Assoziationen unter anderem durch:

  • direkte und langfristige Lieferbeziehungen
  • faire Produktpreise deutlich über den durchschnittlichen Marktpreisen
  • menschenwürdige, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • soziale Absicherung der Mitarbeiter
  • Förderung gemeinnütziger Projekte

Produkte mit HAND IN HAND-Siegel anzeigen

BDIH

BDIH: Naturkosmetik-Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Tierversuche

D

er BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) wurde bereits 1951 gegründet und verleiht natürlichen, pflanzlichen und biologischen Kosmetika das BDIH-Prüfzeichen. Der BDIH definiert strenge Qualitätsstandards, die Transparenz und Sicherheit für den Verbraucher schaffen.

Hochwertige Naturkosmetik soll der täglichen Pflege und Verschönerung des menschlichen Körpers durch sorgsam ausgewählte Zutaten aus der Natur dienen. Daher enthält BDIH-zertifizierte Naturkosmetik hautfreundliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuterextrakte, Blütenwässer und ätherische Öle. Neben der sorgsamen Selektion hochwertiger Rohstoffe definiert der BDIH auch umweltfreundliche Produktionsverfahren und gut recycelbare Verpackungsmaterialien.

Inzwischen schenken über 150 Naturkosmetik-Hersteller aus aller Welt den BDIH-Standards ihr Vertrauen und lassen ihre Produkte nach den strengen Prüfkriterien zertifizieren und fortlaufend kontrollieren.

In den umfassenden BDIH-Qualitätskriterien spielen unter anderem folgende Punkte eine wichtige Rolle:

  • Verwendung pflanzlicher Rohstoffe weitestgehend aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung
  • Verbot sämtlicher Tierversuche
  • keine Verwendung von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren wie Nerzöl, Collagen oder Frischzellen
  • kein Einsatz gentechnisch veränderter Organismen
  • Verzicht auf synthetische Farb- und Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe sowie auf Erdölprodukte wie Silikone und Paraffine
  • Verbot von radioaktiver Bestrahlung der Rohstoffe und Endprodukte

Produkte mit BDIH-Siegel anzeigen

NaTrue

NaTrue: Naturkosmetik-Produkte aus hochwertigen Naturstoffen

D

ie 2007 ins Leben gerufene Naturkosmetik-Vertretung NaTrue versteht sich als europäische Initiative für die Etablierung weltweit einheitlicher und verlässlicher Naturkosmetik-Standards, die für alle Beteiligten transparent und verständlich sind. Zudem kümmert sich NaTrue um die Verfügbarkeit hochwertiger natürlicher Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und aus kontrollierter Wildsammlung. NaTrue arbeitet nicht gewinnorientiert. Die Qualität der Kriterien wird von einem wissenschaftlichen Ausschuss überwacht.

Die Mitglieder des Verbands stellen höchste Qualitätsansprüche an ihre Produkte und treten für eine bestmögliche Verträglichkeit ein. Außerdem verarbeiten sie nachwachsende Rohstoffe besonders schonend und verwenden einen größtmöglichen Bio-Anteil in ihren Kosmetika. Im Zentrum steht dabei ein ganzheitlich ausgerichtetes Konzept, das für ein Gleichgewicht von Mensch und Natur sorgt.

Unter anderem legen die strengen NaTrue-Siegel-Kriterien folgende Richtlinien fest:

  • ausschließliche Verwendung von Naturstoffen, naturnahen Stoffen und naturidentischen Stoffen
  • kein Einsatz synthetischer oder chemisch veränderter Aromen
  • keine Verwendung von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren wie Nerzöl, Collagen oder Frischzellen
  • Herstellung nur nach ausgewählten, exakt definierten Verfahren
  • kein Einsatz gentechnisch veränderter Organismen
  • umweltfreundliche Verpackungen
  • Verbot von radioaktiver Bestrahlung der Rohstoffe und Endprodukte

Produkte mit NaTrue-Siegel anzeigen

COSMOS

COSMOS: internationaler Standard für zertifizierte Natur- und Bio-Kosmetik

D

er COSMOS-Standard wurde 2010 von fünf renommierten europäischen Zertifizierungsorganisationen ins Leben gerufen: BDIH (Deutschland), Cosmebio (Frankreich), Ecocert (Frankreich), ICEA (Italien) und die Soil Association (Großbritannien). Ziel war es, die zuvor unterschiedlichen nationalen Kriterien dieser fünf Organisationen in einem einheitlichen, international anerkannten Standard zusammenzuführen, um Herstellern wie Verbrauchern gleichermaßen mehr Klarheit zu bieten. Verwaltet wird COSMOS heute vom gemeinnützigen COSMOS-Standard AISBL mit Sitz in Brüssel. Seit Anfang 2017 zertifizieren die Gründungsmitglieder neue Produkte ausschließlich nach diesem gemeinsamen Standard.

Der COSMOS-Standard beruht auf vier Grundprinzipien: der Förderung von Bio-Erzeugnissen und dem Erhalt der Biodiversität, dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, der Nutzung umweltschonender Verarbeitungs- und Herstellungsverfahren sowie der Integration des Konzepts der "grünen Chemie". Autorisierte Zertifizierungsstellen prüfen die Einhaltung dieser Kriterien durch regelmäßige Audits direkt bei den Herstellerbetrieben, ergänzt durch angekündigte und unangekündigte Kontrollbesuche im Rahmen eines kontinuierlichen Prüfplans.

Innerhalb des COSMOS-Standards wird zwischen zwei Kennzeichnungen unterschieden: COSMOS Natural und COSMOS Organic. Beide Signaturen stehen für Produkte, die dieselben strengen Grundanforderungen an Herkunft und Verarbeitung der Rohstoffe erfüllen - etwa den Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen, Nanomaterialien, Bestrahlung, Tierversuche sowie petrochemische Inhaltsstoffe wie Silikone und Paraffine. Der entscheidende Unterschied liegt im Anteil biologischer Rohstoffe: Während COSMOS Natural-Produkte vorrangig aus natürlichen oder naturnahen Inhaltsstoffen bestehen müssen, ohne dass ein fester Bio-Mindestanteil vorgeschrieben ist, verlangt COSMOS Organic zusätzlich, dass ein Großteil der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung stammt und auch das Gesamtprodukt einen festgelegten Mindestanteil an biologischen Bestandteilen aufweist. COSMOS Organic stellt damit die anspruchsvollere der beiden Zertifizierungsstufen dar und richtet sich an Produkte, die konsequent auf biologische Rohstoffe setzen.

Auch an die Verpackung stellt COSMOS klare Anforderungen: Sie muss so weit wie möglich reduziert, wiederverwendbar und recycelbar sein und darf weder aus tierischen noch aus gentechnisch veränderten Materialien bestehen.


Produkte mit COSMOS Natural-Siegel anzeigen

Produkte mit COSMOS Organic-Siegel anzeigen